Ukrainische Deutsch-Lernende kochen Borschtsch im Lukassaal
Borschtsch ist laut Wikipedia eine Suppe, die traditionell mit Randen und Weisskohl zubereitet wird und deren Zubereitung vor allem in Ost- und Ostmitteleuropa sehr verbreitet ist. Die Herkunft des Wortes „Borschtsch“ beziehungsweise „Barszcz“ liegt höchstwahrscheinlich im slawischen Namen für den Wiesen-Bärenklau: Im Mittelalter waren dessen ungiftige Sprossen und junge Blätter ein fester Bestandteil der Suppe.
In der Ukraine gilt Borschtsch (украинский борщ) als Nationalgericht - seit Oktober 2020 gehört die Suppe offiziell zum ukrainischen Kulturerbe. Die UNESCO hat im Juli 2022 beschlossen, die Kultur der ukrainischen Borschtsch-Zubereitung in die Liste der erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturformen aufzunehmen (siehe Pressemitteilung).
Am Dienstag, 9.5. haben ukrainische Frauen der Lerngruppe "Kalyna" für den Mittagstisch bei der Lukaskirche traditionellen ukrainischen Borschtsch für rund 60 Personen zubereitet: ein grosser Genuss!! Vielen Dank an die ukrainschen Köchinnen.
Das LernAtelier-Team hat am Montag, den 08.05.2023 im Lukassaal der Lukaskirche eine interne Weiterbildung durchgeführt und Rück- und Vorschau gehalten. Im Anschluss an unsere Sitzung wurden wir von Hidir Aksoy und Yusuf Ataoglu als Dank für die Unterstützung, die sie im LernAtelier erhalten, mit einem türkischen Buffet vom Feinsten nach Strich und Faden verwöhnt. Herzlichen Dank an Hidir Aksoy und Yusuf Ataoglu für die grossartigen Speisen.
Zum türkischen Buffet:
Baklava: Sehr dünne Teigtaschen werden übereinander gelegt, dazwischen werden Pistazien gestreut. Zum Schluss wird Sirup darüber gegossen.
Blattrollen: Frische Traubenblätter werden gepflückt. Dazwischen wird eine Mischung aus Reis und Gewürzen gegeben. Dann wird es in eine Rolle gewickelt.
Börek: Es gibt auch Varianten mit Spinat, Käse, Kartoffeln und Pilzen.
Rohe Fleischbällchen; Bulgur wird minutenlang mit sehr wenig warmem Wasser vermischt. So wird er weich. Dann werden Zwiebeln, Tomaten, Zitronen und Gewürze hinzugefügt. Optional kann auch Fleisch hinzugefügt werden.
Das Menü
Eindrücke und Schnappschüsse
Hidir Aksoy und Yusuf Ataoglu vor ihrem fantastischen Buffet
Am 21. März fand «Nouruz», das persische Neujahrsfest statt. Auch Iranerinnen im LernAtelier war es ein Anliegen, dieses Fest mit den anderen Lernenden zu feiern. So bereiteten sie bereits am frühen Morgen einen Tisch vor mit den traditionellen sieben Gegenständen, backten Kuchen und erklärten den anderen Lernenden und Freiwilligen die Hintergründe des Anlasses.
Nouruz ist eines der ältesten Feste der Welt und wird seit mehr als 2500 Jahren im persischen Kulturkreis gefeiert. Das Fest fällt auf den Frühlingsbeginn und wird in vielen Ländern in Zentralasien und dem Nahen Osten gefeiert. In Iran ist es das wichtigste Fest des Jahres. Das Fest markiert den Beginn des Frühlings und symbolisiert die Wiedergeburt der Natur nach dem Winter.
Wichtigster Brauch des Frühling- und Neujahrfestes ist das "Haft Sin", ein geschmückter Tisch, auf dem sieben Gegenstände stehen, die mit dem persischen Buchstaben "sin", also "S" beginnen müssen. Dazu werden unter anderem in einer Schale Weizenkeimlinge (= "Sabze") herangezogen, bis sie keimen. Hinzu kommen Essig (= "Serke") und iranische Mehlbeeren (= "Senjeh"). Außerdem gehören Äpfel (= "Sib") als süßes Obst dazu, das für die Liebe steht. Münzen (= "Sekke") stehen für Reichtum, Knoblauch (= "Sir") steht für Medizin und Gesundheit und die Hyazinthe (= "Sonbol"), die auf dem Haft-Sin-Tisch platziert wird, symbolisiert das Kommen des Frühlings.